Die Story ...
Die Wolfsteiner - Musical nach Motiven der Heimatsagen um die Burg Wolfstein
Die Musical-Truppe des Ostendorfer-Gymnasiums unter der Leitung von Franz X. Müller (Idee, Text und Regie) und Max J. Gmelch (musikalische Leitung) präsentiert mit "Die Wolfsteiner" nach "Undine" die zweite Musical-Eigenproduktion.
Nach dem Riesenerfolg des "Undine"-Musicals -mehr als zehntausend Besucher, mehrere Kurzberichte in Rundfunk und Fernsehen - war klar, dass auch das nächste Stück wieder eine Eigenproduktion sein musste. Die Wahl fiel diesmal auf ein Thema mit lokalem Bezug, die Burg Wolfstein und ihre ehemaligen Bewohner. Idee, Konzept und Texte stammen -wie auch schon bei "Undine"- von Franz Müller, die Musik zu den Songs komponierten Andreas Flierl und Max Gmelch, beide ebenfalls schon bei der "Undine" tätig.
Die Geschichte basiert im wesentlichen auf der Sage vom "tollen Hans", der seinerzeit ein recht wilder Bursche, Bauernschinder und Tunichtgut gewesen sein soll. Daneben gibt es in der Sage einen tapferen Bauern, der sich ihm in den Weg zu stellen wagt, sowie die schöne und gute Herrin vom Wolfstein, schließlich auch noch den Heinrichsbürger, der mit den Wolfsteinern in Fehde lebt. Alle diese Figuren gibt es auch in unserem Musical, es kommen aber, um eine schön verzwickte Handlung zu ermöglichen, bei uns noch einige hinzu.
Die Handlung ist nur sinngemäß, in einigen wesentlichen Motiven, aus der Sagenvorlage übernommen.
Ausgangspunkt unserer Geschichte ist der "Auszug" der Burgherrin, der Schwester vom Ritter und der Zofe von der Burg: Die Herrin ist es leid, von ihrem ehemals geliebten Mann völlig vernachlässigt zu werden, da dieser seine Zeit ausschließlich mit seinen Saufkumpanen und bei den Mägden verbringt. Die junge, hübsche Schwester des Ritters flieht, weil sie, zur Versöhnung der Geschlechter, mit dem verfeindeten Heinrichsbürger vermählt werden soll. Die beiden Damen sind in Begleitung der Zofe, einer Verwandten, die frustriert auf ein bisher unerfülltes Leben ohne Männer zurückblickt.
Die drei treffen am Fuß des Wolfsteins auf eine Hochzeitsgesellschaft der Bauern. Die Tochter aus dem Gutenbergerhof heiratet des Sohn des Schmiedes. Das Fest ist aber von einem dunklen Schatten bedroht: Der Wolfsteiner soll die alte Sitte vom "jus primae noctis" wieder aufleben lassen haben. Bei dieser Sitte darf sich der Ritter in der Hochzeitsnacht mit der Braut vergnügen. Man will sich die Freude aber nicht verderben lassen und feiert dennoch ausgelassen. Soll der Ritter doch erst mal kommen!
Die Bauern sind recht überrascht über das Auftauchen der Damen, die ihnen den Grund ihrer Flucht schildern. Daraufhin machen sich auch die Bauern in einer harschen Klage Luft. Dann geht das Fest aber weiter und dabei kommen sich der Bruder der Braut, der fesche Gutenbergersohn und die junge Schwester des Ritters näher. Ohne Rücksicht auf Stand und gesellschaftliche Position verlieben sie sich ineinander und gestehen sich ihre Liebe. Die Szene wird jäh durch das Auftauchen des Ritters und seiner Saufkumpane unterbrochen. Es kommt zum Streit, und die Bauern verprügeln die Ritter. Die Frau des Wolfsteiners greift schlichtend ein und führt die gedemütigten Ritter auf die Burg zurück. Die Flucht der Damen ist damit erst mal beendet.
In der Zwischenzeit ist der Heinrichsbürger auf dem Weg zum Wolfstein, um die ihm versprochene Braut abzuholen. In den schönsten Farben malt er sich schon sein künftiges Glück aus, wird aber vom Burgvogt, der die Sache arrangiert hatte, jäh mit der Nachricht, dass aus der geplanten Hochzeit nichts werden könne, aus seinen Träumen gerissen. Der intrigante Burgvogt erweckt beim Heinrichsbürger den Eindruck, der Wolfsteiner sei vertragsbrüchig geworden und würde die Braut gegen ihren Willen auf der Burg festhalten. Der Heinrichsbürger schwört Rache und will seine Braut mit Gewalt holen, wobei ihm der Burgvogt in verräterischer Weise das Burgtor öffnen soll.
Der junge Guttenberger hat diese Szene beobachtet und sieht nun seinerseits höchste Gefahr, für seine Geliebte und die ihren, aufziehen. Er schleicht sich auf die Burg, wo er das Tor bereits geöffnet findet. Im Burghof trifft er auf seine Geliebte, die, nachdem es auf der Burg endlich ruhig geworden ist und das Gelage des Wolfsteiners beendet ist, keinen Schlaf finden konnte. Die für beide überraschende Begegnung mündet in einem erneuten Liebesgeständnis, wieder aber taucht der Wolfsteiner auf, der den Bauern mit seiner Warnung vor dem Heinrichsbürger aber gar nicht zu Wort kommen lässt und ihn ins Burgverlies werfen lässt. Entsetzt muss seine Schweseter das jähe Ende der jungen Liebe betrauern.
Jetzt taucht auch noch die Heinichsbürger Streitmacht im Burghof auf. Es kommt zu einem wüsten Kampf zwischen der angetrunkenen Burgbesatzung und dem vermeintlichen Befreier.
Das beherzte Auftreten der energischen Zofe bringt die Streithähne aus der Fassung, und der Heinrichsbürger ist fasziniert: Das ist die Frau, die er sich schon immer wünschte. Der Verrat des Burgvogts wird aufgedeckt, und der junge Bauer tritt an dessen Stelle. Damit ist er frei und kann auch die Verbindung mit der jungen Schwester des Ritters eingehen. Schließlich erkennt auch der Wolfsteier sein Fehlverhalten und es kommt am Schluss - wie es sich bei einem richtigen Musical gehört - zur allgemeinen Versöhnung und zum sprichwörtlichen -durchaus augenzwinkernd präsentierten - Happy End.